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    ARTIVIST AWARD
    Samstag, 12.08.2017
    20:30 Uhr

     
     
    Reflecta verleiht nun schon zum sechsten Mal den mit einem Preisgeld von 500 Euro dotierten Reflecta Artivist Award für Kurzfilme. Der Preis zeichnet Kunst aus, die bewegt und Veränderung anstößt und möchte damit das Engagement von Künstlern für eine umweltgerechtere und sozialere Welt fördern. In diesem Jahr wird der Preis gestiftet von dieUmweltDruckerei.
    Nicht Kunst und Filme können die Welt verändern, sondern wir – die Menschen. Aber (Film-)kunst kann Bewegungen dokumentieren und Menschen dazu anregen, sich und die Welt um sich herum zu bewegen. Eine interne Jury hat aus allen eingereichten Filmen eine Vorauswahl von 10 Kurzfilmen getroffen, die der Jury präsentiert werden. Beim Festival werden die 10 Finalisten gezeigt, der Gewinner bekannt gegeben und der Publikumsliebling gekürt.

  • Die Finalisten

    Übersicht über die Finalisten des Reflecta Artivist Award 2017

    BACKSTORY

    Jahr: 2016, Länge: 08:00 Minuten, Sprache: Englisch, Land: Deutschland

    Nachdem er von seiner Mutter alleingelassen wird, durchsteht unser Protagonist seine Jugend und die Unterdrückung durch seinen Vater. Er verliebt sich, wird erwachsen, findet einen Job - und als schließlich alles so zu verlaufen scheint, wie er es machte, bringt ein einziges Ereignis sein Leben für immer aus der Bahn.

    Regisseur: Joschka Laukeninks

    Joschka Laukeninks wurde 1989 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur drehte er seinen ersten Kurzfilm „Alles wegen des Hundes“ (2008) und begann in einer Hamburger Produktionsfirma als Produktionsassistent zu arbeiten. Nach einem Auslandsjahr in Schottland schrieb er seinen nächsten Kurzfilm „Everything’s so silent“, welchen er 2010 produzierte. Ein Jahr später drehte er „Back to Solitude“ (2011), welcher über Nacht zu einem Erfolg auf der Internet-Plattform Vimeo wurde und für die ersten Aufträge als Werberegisseur sorgte. 2014 startete Joschka die Vorproduktion für seinen neusten Kurzfilm „BACKSTORY“, welcher über einen Zeitraum von zwei Jahren und 17 Drehtagen umgesetzt wurde und im Jahr 2017 auf Festivaltournee geht. Joschka schreibt zur Zeit an einem Langfilm-Drehbuch und lebt in Hamburg und Berlin.

    Die Herberge

    Jahr: 2017, Länge: 09:17 Minuten, Sprache: Deutsch / Arabisch, Land: Deutschland, Untertitel: Englisch

    „Die Herberge" erzählt mit deutsch-arabischem culture clash-Witz eine etwas andere Flüchtlingsgeschichte. Diesmal sind Deutsche die Fremden und Flüchtlinge, diejenigen, die sie bewirten - in einem Landgasthof, der nun eine Flüchtlingsunterkunft ist: Kein Gastgewerbe, sondern pure Gastfreundschaft.

    Ysabel Fantou

    Geboren 1970 in München in eine bretonisch-donauschwäbische Familie. Sie hat drei Kinder. Ein Jahr Studium Generale, dann Landschaftsarchitektur. Während des Diploms Aufnahme in die Dokumentarfilmklasse der HFF München. Sie liebt die Abwechslung im ganzen Spektrum von Schreiben – Bücher und Drehbücher bis Regie – dokumentarisch und fiktional. Sie unterrichtet an der HFF und berät dramaturgisch. Arbeitet freiberuflich als Autorin, Regisseurin und Dozentin. 2016 erschien ihr Kinderbuch „Luftkinder“, im selben Jahr startete das „Herberge“-Projekt.

    Patata Day

    Jahr: 2016, Länge: 04:05 Minuten, Sprache: Englisch, Land: Deutschland, Untertitel: Deutsch

    Ein Imbiss wird zum Schauplatz einer lyrischen Performance um den Kartoffelkonsum. Während der Deutschen liebste Knolle‘ in all ihren Formen besungen wird, schält sich im Hintergrund eine Kontroverse heraus. Eine Stop-Motion-Parabel über das, was in aller Munde ist – und trotzdem nur selten im Halse stecken bleibt.

    Peter Böving

    Peter Böving, 1961 in Mülheim an der Ruhr geboren, ist als Komponist im Bereich Theatermusik in Bonn und Leipzig tätig. Mit eigenen

    Literaturprogrammen ist er außerdem international unterwegs.

    Meinungsaustausch

    Jahr: 2016, Länge: 04:24 Minuten, Sprache: Deutsch, Land: Deutschland, Untertitel: Englisch

    Die Angst der Deutschen vor den Unbekannten – ein Zwiegespräch widerwillen. Eine nicht endenwollende Flut an Ankommenden, Nachrichten, Emotionen, Meinungen, Ängsten, Bildern. Gedankensammlungen, von ihren Eigentümern seziert und dem Fremden in den Mund gelegt. Interviews entstanden in Berlin, November 2015.

    Sophia Bösch

    Geboren in der Schweiz, studierte Filmwissenschaft an der Uni Stockholm. Nach einem szenischen Filmstudium an Stockholms Academy of Dramatic Arts Mitgründerin des Schwedischen Filmkollektivs LILLEMOR FILM. Mit dem ersten Kurzfilm DАR BARN JAG LEKT nominiert für den Schwedischen Kurzfilmpreis 1km Film. Seit 2013 studiert sie Filmregie an der Filmuniversität Babelsberg.

    Sophia Linnenbaum

    In Nürnberg geboren, studierte Psychologie und schreibt Theaterstücke für Kinder. Ihre Kurzfilme laufen auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals, wie der mehrfach ausgezeichnete [OUT OF FRA]ME. Seit Oktober 2013 studiert sie

    Filmregie an der Filmuniversität Babelsberg.

    Olli dreht sein Ding

    Jahr: 2016, Länge: 05:00 Minuten, Sprache: Deutsch, Land: Deutschland

    Olli, ein zwölfjähriger Junge mit Behinderung, wird von den Jugendlichen Kathi und Johannes beim Tischkickern ausgeschlossen. Zufällig sieht er ein Plakat für einen Filmwettbewerb. Zusammen mit der zehnjährigen Marie findet er eine Kamera und die beiden filmen sich gegenseitig. Immer wieder vermischen sich Traum und Wirklichkeit der beiden. Am Ende sorgt Olli dafür, dass alle vier gemeinsam Spaß haben, dadurch gibt es keinen Unterschied mehr zwischen groß und klein, behindert oder nicht behindert sein.

    Christian Hödl

    Where have all the flowers gone

    Jahr: 2016 , Land: China, Länge: 6:22, Sprache: Ohne Dialog

     
    Ein Schweinchen verfolgt seinen Traum in einer großen Fabrik, aber in Wirklichkeit scheint alle Anstrengung machtlos und sogar ihn selbst zu vernichten. Das Konzept des Films ist inspiriert von den klassischen Filmen der Stummfilm-Zeit, Metropolis und Modern Times. Der Titel basiert auf dem Lied "Where have all the flowers gone?" einem Antikriegslied, das 1955 von dem US-amerikanischen Songwriter Pete Seeger geschrieben wurde. Hier ist ein Symbol des Schweines, das seinen Verstand in der Stadt verliert.

    Sin-hong Chan

    SIN-HONG CHAN (Hong Kong, CHINA, 1975) ist ein Animator und Motion Graphics Designer mit Sitz in Hong Kong. Er ist ein BA Fine Art Absolvent der chinesischen Universität von Hong Kong. Im Jahr 2016 hat er mit Hilfe des Animationsunterstützungs-programms von HKDEA seine kurze Animation "Where have all the flowers gone?" verwirklicht.

    Different Bayern

    Jahr: 2017, Land: Deutschland, Sprache: Deutsch, Untertitel: Englisch

    Austin Abasi - Profifußballer aus Ghana - wird gegen seinen Willen an einen Verein im bayerischen Niemandsland verkauft. Angekommen beim TSV Gretzing, muss er feststellen, dass es auch in der Ersten Welt fünftklassigen Fußball gibt.

    Matthias Koßmehl

    Matthias Koßmehl, wird 1987 in München geboren und ist auf dem Land im Chiemgau aufgewachsen. Nach dem Abitur, Praktika in Film und Fernsehen, dreht er seinen ersten Kurzfilm und entdeckt für sich die Magie Geschichten mit Bildern zu erzählen. Von 2008 bis 2012 studiert er Design und Künste in Italien. Nach dem Studium macht er sich zunächst selbständig, produziert Werbefilme für Schnaps, Brot und Südtirol - hängt die Werbung an den Nagel, produziert 2014 seinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm und beginnt sein Master Studium Regie an der Hamburg Media School.

    We take you

    Jahr: 2017, Land: Österreich, Sprache: Deutsch/Englisch

    Aminah, eine Syrerin, flieht vor ihren Schleppern in Südtirol. Ein junges Pärchen nimmt sie in ihrem Camper mit. Da die junge Touristin schwanger ist, wird der Versuch, Aminah über die Grenze zu schmuggeln, zu einem besonderen Risiko.

    Johannes Kaczmarczyk

    Johannes Kaczmarczyk, 1986 geboren, in Köln und in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss folgt 2005 der Zivildienst in der Drogenhilfe Köln, bei dem er erste Erfahrungen mit der Kameraarbeit macht. Im Herbst 2008 folgt das Bachelor-Studium "Audiovisuelle Medien/Kamera" an der Beuth Hochschule für Technik Berlin (ehem. SFOF). Seit Beginn des Studiums realisiert und unterstützt er als Bildgestalter und Regisseur dokumentarische und fiktionale Lang- und Kurzfilme. Neben dem Studium produziert und dreht Johannes Image- und Kommunikationsfilme für unterschiedliche Unternehmen. Er ist Teilnehmer der "Masterschool Dokumentarfilm 2012" und absolviert im Frühjahr 2013 ein fünfmonatiges Auslandssemester an der "Zürcher Hochschule der Künste" (ZHdK) im Departement "Darstellende Künste und Film".

    Positive Insignificance

    Jahr: 2017, Land: USA, Sprache: Englisch, Länge: 2:43

    Ein Film über das Paradoxe im Leben und die Kunst, es anzunehmen.

    Nick Simon

    Nick Simon ist Reisender, Philosoph, Yogalehrer und freier Filmemacher.

  • Die Jury

    Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eine herausragende Festivaljury

    Peter Altmann

    Peter Altmann studierte Rechtswissenschaften und arbeitet seit fast zwanzig Jahren als freier Autor und Redakteur für mehrere Tageszeitungen und Agenturen sowie als Drehbuchautor und Regisseur. 2009 gründete er gemeinsam mit zwei Kollegen die ecofilm nachhaltige Filmproduktion.

    Cathrin Ehrlich

    Cathrin Ehrlich ist in Marburg/Lahn geboren. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften in Berlin wirkte sie beim Heiner-Müller-Festival Experimenta in Frankfurt am Main mit. Später war sie beim ZDFtheaterkanal, ZDFkultur und schließlich bei 3sat beschäftigt. Sie leitet seit 2014 das Deutsche FernsehKimi-Festival in Wiesbaden und seid 2015 das FernsehfilmFestival Baden-Baden. Cathrin Ehrlich ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Frankfurt am Main.

    Christian Tod

    Christian Tod, geboren 1977 in Linz, ist Filmemacher und Volkswirt. Sein erster abendfüllender Dokumentarfilm "Es muss was geben" (104 min, 2010) war Eröffnungsfilm bei Crossing Europe 2010, im selben Jahr im Wettbewerb des Filmfestes München und kam 2011 in die österreichischen Kinos. Für seinen aktuellen und bislang ambitioniertesten Film "Free Lunch Society" griff Christian Tod auf seine wissenschaftliche Expertise zurück und machte einen Film über sein Diplom und Dissertationsthema: Das bedingungslose Grundeinkommen.